Peter Lilienthal (Buch und Regie)

Der Regisseur und Autor Peter Lilienthal lebt in München. Er wurde am
27.11.1929 in Berlin geboren. Sein Vater war Bühnenbildner und verwandt
mit dem Flugpionier Otto Lilienthal. 1939 erfolgte die Emigration der Familie
nach Montevideo (Uruguay), um der Verfolgung durch die Nazis zu
entgehen. Seine Mutter betrieb dort ein Hotel, in dem viele europäische
EmigrantInnen wohnten, die Peter Lilienthal als seine ersten Lehrer
bezeichnet. Nach dem Abitur war er drei Jahre als Bankangestellter tätig.
1954 kam er zu einem dreimonatigen Aufenthalt nach Berlin zurück. 1956
erhielt er ein Stipendium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.
Nach seinem Studium war Peter Lilienthal von 1959 bis 1961 Regie- und
Produktionsassistent beim Südwestfunk in Baden-Baden. Von 1961 bis 1964
konnte er dort Regie führen. 1966 bis 1968 war er als Dozent an der
DFFB/Berlin tätig. Seit 1985 und bis Mitte der 1990er war er Direktor der
Abteilung Film- und Medienkunst der Akademie der Künste in Berlin.

In seiner jahrzehntelangen Karriere hat Peter Lilienthal mehr als 40 höchst
bewegende und poetische Filme gedreht. Er arbeitete mit Größen des
Filmgeschäfts wie dem Kameramann Michael Ballhaus, dem Schauspieler
Joe Pesci und dem Autor Antonio Skármeta.

 

Bedeutende Spielfilme und die damit verbundenen Preise:

THE MATYRDOM OF PETER O’HEY, 1964, ausgezeichnet mit dem Berlin Art
Award: Best Young Generation Film

DER BEGINN, 1966, ausgezeichnet 1967 mit dem Adolf-Grimme-Preis

MALATESTA, 1969, ausgezeichnet 1970 mit dem Filmband in Gold der
Bundesfilmpreise

LA VICTORIA, 1973, ausgezeichnet mit dem Fernsehpreis der Deutschen
Akademie für bildende Künste und dem deutschen Kritikerpreis

ES HERRSCHT RUHE IM LAND, 1976, ausgezeichnet mit der Goldenen
Schale der Bundesfilmpreise und dem deutschen Kritikerpreis

DAVID, 1979, ausgezeichnet mit dem Goldenen Bär und dem Filmband in
Silber

DER AUFSTAND, 1980, ausgezeichnet mit dem Filmband in Silber

DEAR MR. WONDERFUL, 1983, ausgezeichnet mit dem Filmband in Gold

DAS AUTOGRAMM, 1985, ausgezeichnet mit dem Filmband in Silber

DAS SCHWEIGEN DES DICHTERS, 1987, ausgezeichnet mit dem Filmband
in Gold

DER RADFAHRER VON SAN CRISTOBAL, 1988

 

Besonders hervorzuheben in Zusammenhang mit dem vorliegenden Projekt
sind die folgenden dokumentarischen Filme, deren Protagonisten alle
Außenseiter der Gesellschaft sind, die durch Mut und Einfallsreichtum
Nächstenliebe und soziales Engagement beweisen:

SHIRLEY CHISHOLM FOR PRESIDENT, 1971, Portrait einer farbigen US-
Präsidentschaftskandidatin, ZDF Kleines Fernsehspiel, ausgezeichnet mit
einer Ehren-Nennung im Rahmen des Adolf-Grimme Preises

START NR. 9, 1972, Geschichte eines l7-jährigen Sängers und seiner Sinti
Mutter, ZDF/Kleines Fernsehspiel

KADIRPORTRAIT EINER TÜRKISCHEN FAMILIE IN BERLIN, 1976, ZDF

EIN FREMDER, 1999, Beitrag zu “Denk ich an Deutschland in der Nacht”,
BR

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